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  Work and Adventure, Worldwide: Julias Weg auf den höchsten Berg Ozeaniens

Manche Träume entstehen leise – und wachsen mit jedem Schritt, den man aus der eigenen Komfortzone wagt. Für Julia, Mitarbeiterin bei SGS Industrial Services, wurde aus genau so einem Traum im Oktober Realität: Sie stand auf dem Gipfel der Carstensz Pyramid in Westpapua – dem höchsten Berg Ozeaniens und einem der technisch anspruchsvollsten Ziele der Seven Summits.

Zwischen internationalen Montageprojekten, langen Arbeitstagen und der Frage, wie sich Beruf, Training und persönliche Ziele vereinen lassen, hat Julia ein echtes Abenteuer gewagt. Ihre Geschichte zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Mut, Disziplin und Leidenschaft auf die richtigen Rahmenbedingungen treffen.

Wir haben mit Julia über ihr Abenteuer gesprochen.

Eine Expedition ans Ende der Welt

Julia, im Oktober hast du die Carstensz Pyramid bestiegen – wie ist die Idee zu dieser Expedition entstanden?

Nach meinen Besteigungen des Kilimanjaro und des Aconcagua war für mich klar: Ich brauche ein neues Ziel. Als ich im Jänner vom Aconcagua abgestiegen bin, habe ich mir wie immer die Frage gestellt: Was kommt als Nächstes? Die Carstensz Pyramid wurde nach mehreren Jahren wieder für Bergsteiger geöffnet. Sie ist Teil der Seven Summits nach Reinhold Messner – und technisch deutlich anspruchsvoller als meine bisherigen Touren. Für mich war das der nächste logische Schritt.

Was macht diesen Berg so besonders?

Die Carstensz Pyramid ist schwer erreichbar, politisch sensibel und von vielen Vorurteilen umgeben. Früher gelangte man zu Fuß durch den Dschungel zum Base Camp – heute erfolgt der Zugang per Helikopter. Der abrupte Höhenunterschied, die technische Kletterei und die Geschichte dieser Region machen den Berg zu einer echten Ausnahmeerscheinung.
Er ist kein klassisches Trekkingziel – sondern eine Herausforderung, die Respekt verlangt.

Vorbereitung zwischen Baustelle und Berg

Wie sah deine Vorbereitung aus – körperlich, mental und organisatorisch?

Die größte Herausforderung war tatsächlich die Organisation. Wer auf einer Baustelle mit langen Arbeitstagen und Samstagen arbeitet, weiß: Zeit ist ein kostbares Gut.
Ich habe meine Trainingswochen genau geplant, Mahlzeiten vorbereitet und bei jedem neuen Projekt zuerst geschaut, wo das nächste Fitnessstudio, Laufstrecken oder eine Kletterhalle sind.

Besonders dankbar bin ich für die Unterstützung aus dem Projektumfeld: Auf meinem letzten Projekt konnte ich öfter, dafür kürzer freinehmen – so habe ich im Sommer wertvolle Klettererfahrung in den Alpen gesammelt. Das zeigt mir, dass bei SGS vieles auf Kommunikation und Vertrauen basiert. Man muss miteinander reden.

Mentale Vorbereitung im klassischen Sinn hatte ich keine. Die Arbeit auf internationalen Baustellen ist dafür Training genug: dynamische Umfelder, Zeitdruck, Verantwortung. Das ist gar nicht so weit entfernt von einem Gipfeltag.

„Ich wusste: Genau dafür habe ich das gemacht“

Gab es einen Moment, in dem du wusstest: Das war es wert?

Am Gipfel selbst war es vor allem Erleichterung – und der Gedanke, dass ich diesen Grat kein zweites Mal gehen möchte.
Das eigentliche Gefühl kam später im Base Camp: Diese innere Leichtigkeit, weil es geschafft war.

In den Monaten davor gab es viele Zweifel: Ist die Agentur seriös? Ist das Land zu gefährlich – vor allem für eine Frau allein? Ist das Geld nicht besser anders investiert?
Am Ende wusste ich: Ich habe genau das getan, was ich tun musste. Und ich wünsche jedem Menschen, dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit einmal zu erleben.

Internationale Projekte, internationale Perspektiven

Du arbeitest bei SGS Industrial Services an internationalen Projekten. Was schätzt du daran besonders?

Meine Aufgaben variieren je nach Projekt – von Qualität über Logistik und Administration bis zur Kommunikation mit Kunden und Management. Man hilft sich gegenseitig, ergänzt einander.
Was mich motiviert, sind die Menschen und die Herausforderung. Ich arbeite gerne mit Kolleginnen und Kollegen, die mehr Erfahrung haben als ich – von ihnen kann ich lernen.

Gerade in internationalen Teams ist Offenheit entscheidend. Unterschiedliche Kulturen, Denkweisen und Lebensrealitäten treffen aufeinander. Man muss nicht alles verstehen oder gutheißen – aber respektieren. Dann funktioniert Zusammenarbeit.

Parallelen zwischen Berg und Baustelle

Was verbindet deine Arbeit bei SGS mit dem Bergsteigen?

Teamarbeit, Planung, Durchhaltevermögen – und der Umgang mit Unsicherheit.
In den Bergen wie auf Projekten herrscht oft Chaos. Wichtig ist, nicht vorschnell zu urteilen, sondern sich Zeit zu geben. Emotional intelligence spielt eine große Rolle: zu erkennen, wann echte Gefahr besteht – und wann es „nur“ Angst ist.

Auf der Carstensz Pyramid bin ich mit Menschen aufgebrochen, die ich kaum kannte. Vertrauen war essenziell. Genau wie im Projektalltag: Niemand erreicht den Gipfel – oder ein Projektziel – allein.

Blick nach vorne

Was nimmst du aus dieser Expedition für dich und deine Arbeit mit?

Dankbarkeit – für die Möglichkeiten, die ich habe, und für den Weg, den ich bereits gegangen bin.
Ich weiß, wo ich herkomme, und ich weiß, dass vieles nicht selbstverständlich ist. Wenn man Entscheidungen trifft, die wirklich zu einem passen, dann fühlt sich selbst Risiko nach Freiheit an.

Und ja: Das nächste Ziel steht bereits fest. Aber darüber spreche ich lieber erst, wenn es Zeit ist.

Danke, Julia!

Mit ihrem Mut, ihrer Disziplin und ihrem Blick über den Tellerrand lebt Julia unser Motto „Work and Adventure, Worldwide“ auf beeindruckende Weise. Wir sind stolz, eine Kollegin im #SGSteam zu haben, die zeigt, dass internationale Arbeit, persönliche Entwicklung und große Träume kein Widerspruch sind – sondern sich gegenseitig stärken.

Liebe Julia: Gratulation zu diesem außergewöhnlichen Erfolg. Wir freuen uns darauf, deinen Weg weiter begleiten zu dürfen.

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